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Was Sie über das RS-Virus wissen müssen

Unter Kinderärzten ist das RSV schon viele Jahrzente bekannt. Es betrifft meistens kleine Kinder im Rahmen der ersten Infektion - also im ersten Kontakt mit dem RS-Virus.

 

Warum ist das RS-Virus so gefährlich?

Dieses Virus tritt über die Schleimhäute der Atemwege ein, z.B. durch die Nase und breitet sich weiter unten über die Bronchien bis tief zu den kleinsten Bronchiolen aus. In diesen kleinen, luftleitenden Atemwegen findet der Gasaustausch statt, wo der Sauerstoff hinein und Kohlendioxid hinaus geleitet wird.

Das RS-Virus ist vergleichbar mit einem schweren Asthmaanfall.

Wenn diese Atemwege entzündet sind und anschwellen, kommt die Luft nur sehr schwer hinein und besonders schwer wieder heraus. Dadurch bekommt der Körper zu wenig Sauerstoff.

 

 

Wie können Sie eine RSV-Erkrankung erkennen? 

Wenn Kinder Schwierigkeiten haben zu atmen, z.B. japsen, keuchen oder husten. Sie bemerken, dass Kinder bei jedem Atemzug um Luft ringen - es ist eine angestrengte, schnelle Atmung.

Neben der Angst vor dem Ersticken, haben Kinder meisten eine erhöhte Temperatur (kein hohes Fieber). 

 

Ansteckungszeit:

Ansteckungszeit sind nur wenige Tage, ca. 2-3 Tage. Es beginnt mit Erkältungssymptomen, wie Husten und Schnupfen. Anschließend (variiert zwischen Stunden und wenige Tage) kann sich das Krankheitsbild verschlechtern und zur Atemnot führen. Sie haben das Gefühl, zu ersticken.

 

Therapie:

Das einzige wirksame Hilfsmittel ist Sauerstoff, weil das Blut untersättigt ist (Sauerstoffmangel).

Am häufigsten wird dafür eine Nasenbrille eingesetzt, die konzentrierten Sauerstoff in die Atemwege transportiert.

Es gibt leider kein Antibiotikum gegen das RS-Virus.

 

Was ist neu am RS-Virus?

Kliniken und Labore haben die passenden Geräte vor Ort, da das RS-Virus viele Jahre bekannt ist (unbekannt ist 2023 die Häufigkeit - die hohe Anzahl an RSV-Infektionen). Der Kinderarzt hat diese Geräte in der Regel nicht vor Ort.

 

Ist es auch für Erwachsene gefährlich?

Überwiegend sind kleine Kinder betroffen, unter einem Jahr - also die Kinder die das erste Mal im Kontakt mit dem RS-Virus stehen.

In der Regel bekommen wir jedes Jahr eine RSV-Infektion. Somit wird das Immunsystem von Jahr zu Jahr stärker aufgebaut und die Erkrankung wird milder. Das funktioniert so lange, bis wir älter werden.

Ältere oder vorerkrankte Erwachsene haben oft eine geschwächtes Immunsystem und können somit auch wieder schwerer erkranken (analytisch vergleichbar mit einer U-Kurve).

Im Vergleich zu einer Infektion mit Masern, die grundsätzlich nur einmal im Leben möglich ist, werden wir mit dem RS-Virus jedes Jahr konfrontiert.

Aufgrund von Corona-Hygienemaßnahmen wurde die regelmäßige Konfrontation mit diesen Viren eingeschränkt so dass mehrere Jahrgänge von Kindern keine Immunität haben. 

Aktuell treffen also mehrere Jahrgänge, die 0-4-Jährigen, in der Kita aufeinander und es gibt einen hohen Austausch der Viren: d.h. mehr Übertragungen und mehr Krankheiten (als je zuvor).

 

Warum sind gerade alle krank?

Mehrere Generationen und Infektionswellen treffen aktuell gleichzeitig aufeinander: Corona, RSV und Influenza. Z.B. waren es für RSV-Erkrankungen nur die Kleinkinder unter einem Jahr - nun sind es die 0-4 Jährigen. Der Austausch der Viren ist somit sehr viel höher.  

 

Gibt es eine Impfung gegen das RSV?

Aktuell gibt es keine Impfung. Es werden derzeit Möglichkeiten geprüft.

 

Gibt es Folgeerkrankungen wie bei Corona:

Nein, in der Regel heilt es aus.

 

Was können Sie tun?

Um Krankheitfälle so gering wie möglich zu halten, werden weiterhin die gewohnten Hygienemaßnahmen stark empfohlen, wie z.B. Desinfektion von Oberflächen und Händewaschen.

Wenn Sie wenig Zeit haben, überprüfen wir gern für Sie Ihr Hygienekonzept vor Ort.

Mit unserem › 360° Hygiene-Service verringern Sie Ihre Krankheits(aus)fälle!

Rufen Sie uns in der Zentrale an oder suchen Sie sich › Ihre persönliche Fachberatung per Postleitzahl aus.

  

Inhalte entnommen aus dem Interview mit Prof. Reinhard Berner Kindermediziner, Uniklinik Dresden, Podcast: https://www.youtube.com/watch?v=N1N4QUqCm7o

 

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